Passivhaus

Etwas Bauphysik

Zum besseren Verständnis sind einige Parameter aus der Bauphysik zu erläutern.
Im Bauwesen wird das Maß des Energiekennwertes in Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche in einem Jahr angegeben.
Dieser Wert gibt an, wie viel Energie insgesamt in einem Jahr verbraucht wird und zwar bezogen auf einen Quadratmeter Wohnfläche. Dadurch werden unterschiedliche Häuser untereinander vergleichbar. (kWh/m²a)
Dieser Begriff beinhaltet die Teilbereiche: Heizenergie, Energie zur Aufbereitung des warmen Wassers, Haushaltsstrom und Betriebsstrom, Strom der für den Betrieb der technischen Anlagen benötigt wird.

Der Heizwärmebedarf

Er wird rechnerisch durch Bilanzierung der Wärme die dem Haus durch die Gebäudehülle verloren geht und durch Lüftung und die gewonnene Wärme wie oben ausgeführt, durch Mensch, Maschine oder Strom, ermittelt. Die Differenz ergibt den Jahresheizwärmebedarf. Der Jahresheizwärmebedarf wird auf die Quadratmeter Wohnfläche umgelegt.
Dieser Wert liegt beim Passivhaus bei 15 kWh/m²a. Das entspricht beispielsweise einem Ölverbrauch von 1,5L auf einen Quadratmeter während des Jahres. Bei einer Hausgröße von 140 m² würde das einen Verbrauch von 210L im Jahr entsprechen.
Dieser geringe Bedarf ermöglicht es, auf eine konventionelle von Öl- u. Gaspreisen abhängige Heizung zu verzichten. Wobei die 15 kWh/m²a auch einen Grenzwert darstellt. Bei höherem Bedarf lässt der Komfort ohne Heizung erheblich nach. Deshalb kann selbst bei einem Haus mit Niedrigenergiestandard auf eine konventionelle Heizung nicht verzichtet werden.
Der Passivhauswert 15 kWh/m²a stellt daher einen Quantensprung dar.